Prädiktiver Wert basaler (schrift-)sprachlicher und mathematischer Basiskompetenzen für die Vorhersage des Förderbedarfs in den ersten Schuljahren
Die ersten Schuljahre stellen eine entscheidende Phase im Bildungsweg dar, da hier grundlegende Kompetenzen in den Bereichen des Lesens und der Mathematik gelegt werden, die einen nachhaltigen Einfluss auf den weiteren schulischen Erfolg haben. Die Identifikation von Schüler:innen mit erhöhtem Förderbedarf in diesen Bereichen bereits zu Schulbeginn ist von hoher Bedeutung, um gezielte Frühförderung zu ermöglichen.
Das Dissertationsprojekt verfolgt das Ziel, den prädiktiven Wert basaler (schrift-)sprachlicher und mathematischer Basiskompetenzen für die Vorhersage des Förderbedarfs in den ersten Schuljahren zu untersuchen. Dabei soll insbesondere geprüft werden, inwieweit diese Basiskompetenzen als Frühindikatoren für einen Förderbedarf dienen können.
Das Dissertationsprojekt verfolgt folgende Ziele:
- Identifikation relevanter sprachlicher und mathematischer Subkomponenten, die als Frühindikatoren für Förderbedarfe dienen können.
- Analyse der prädiktiven Beziehung zwischen frühen (schrift-)sprachlichen und mathematischen Basiskompetenzen und dem späteren Förderbedarf beim Erwerb des Lesens und Rechnens.
- Entwicklung von Instrumenten zur frühzeitigen Erkennung von Förderbedarf. Hierfür werden bestehende Instrumente adaptiert, sodass diese speziell auf die Basiskompetenzen im frühen Schulalter ausgerichtet sind und von Kindern vor bzw. unmittelbar nach dem Schuleintritt bewerkstelligt werden können und zuverlässig den Förderbedarf im Bereich des Lesenlernens und der Mathematik abbilden.
Kindern mit Förderbedarf wird eine Einzelförderung im Rahmen des ULG Lernstörungstherapie mit Schwerpunkt Lesen, Rechtschreiben und Rechnen der Universität Salzburg angeboten. Diese Förderungen werden wissenschaftlich begleitet und evaluiert.