Für die Übernahme von sozialen, kulturellen und professionellen sozietären Aufgaben ist das Beherrschen der Kulturtechniken Lesen, Leseverständnis, Schreiben und Rechnen unabdingbar. Vom Beginn des kindlichen Bildungsweges an wird das Erlernen dieser Kompetenzen von verschiedensten biopsychosozialen Faktoren beeinflusst. Häufig werden divergente Entwicklungsverläufe erst (zu) spät erkannt und dann - meist extracurricular - versucht, das Kind an den geforderten Lernstand wieder heranzuführen. Das Ziel dieses interdisziplinären Bildungsforschungsprojekts ist die Früherkennung von divergenten Entwicklungsverläufen beim Erlernen der Kulturtechniken. Hierzu richten wir den Blick auf die Transition der Kinder vom elementaren in den primären Bildungssektor mit den folgenden Zielen:
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mit einer biopsychosozialen Perspektive auf die kindliche Entwicklung bereits vorschulisch die Basisfertigkeiten des Lesens, Leseverständnis, Schreibens und Rechnen zu erfassen.
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diagnostische Instrumente zu entwickeln bzw. bestehende zu adaptieren, die die Basisfertigkeiten vorschulisch bzw. beim Schuleintritt erheben und prognostisch sind für die Entwicklung von Lernschwierigkeiten.
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Förderleitfäden und -programme zu entwickeln - primär für den inklusiven Unterricht, aber auch für extracurriculare Maßnahmen.
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die Effekte einer spezifischen Ausbildung von Lehrpersonen auf die Früherkennung von Lernschwierigkeiten zu evaluieren.
Das Projekt umfasst vier Dissertationsprojekte:
Projekt 1 Prädiktiver Wert basaler (schrift-)sprachlicher und mathematischer Basiskompetenzen für die Vorhersage des Förderbedarfs in den ersten Schuljahren
Projekt 2 Frühzeitige Identifikation und Förderung rezeptiver grammatischer Fähigkeiten: Entwicklung diagnostischer und pädagogischer Ansätze
Projekt 3 Inklusion und Differenzierung im inklusiven Rechtschreibunterricht: Entwicklungsorientierte Ansätze für alle Lernenden
Projekt 4 Auf den Anfang kommt es an! Evaluation des Salzburger Fördermodells zum Erwerb mathematischer Basiskompetenzen von Kindern