Auf den Anfang kommt es an! Evaluation des Salzburger Fördermodells zum Erwerb mathematischer Basiskompetenzen von Kindern
Geringe vorschulische mathematische Fähigkeiten sind ein Risiko für spätere Schwierigkeiten im Mathematiklernen (Gaidoschik et al. 2021). Laut dem Nationalen Bildungsbericht (2021) erreichen rund 18 % der Schüler:innen in der 4. Schulstufe die Bildungsstandards nicht. Studien zeigen, dass der Erwerb basaler mathematischer Fähigkeiten vor der Grundschule entscheidend für die spätere Entwicklung ist, weshalb ein frühzeitiges Erkennen von Kindern mit Schwierigkeiten wichtig ist.
Das Förderzentrum an der PH Salzburg (Pechlaner, 2024) hat auf Grundlage von drei eigens entwickelten Diagnoseleitfäden und einem Lehrkonzept ein Modell zur Förderung solcher Kinder entwickelt. Dieses Modell wird im Rahmen des Dissertationsvorhabens evaluiert. Ziel ist es, zu untersuchen, inwieweit das Fördermodell Kinder mit Schwierigkeiten im Erwerb mathematischer Basiskompetenzen unterstützt. Zudem wird ermittelt, wie das Projekt die fachlichen, diagnostischen und fachdidaktischen Kompetenzen der Studierenden fördert, um ihnen Expertise für ihre spätere Unterrichtstätigkeit und Präventionsarbeit zu vermitteln.
Im Rahmen der Dissertation werden die folgenden Fragestellungen untersucht:
- Die Entwicklung der mathematischen Kompetenzen der teilnehmenden Kinder.
- Die Wirksamkeit des Lehrkonzepts der LV „Diagnose und Förderung“ im Bachelorstudium.
- Die Entwicklung der diagnostischen Kompetenzen der Studierenden.
Die Kombination dieser verschiedenen Messmethoden wird eine umfassende Analyse der Wirksamkeit des Projekts und des Zuwachses an diagnostischen Kompetenzen ermöglichen. Das Projekt bietet daher nicht nur eine konkrete Unterstützung für Kinder mit mathematischen Schwierigkeiten, sondern trägt zugleich zur Professionalisierung angehender Lehrkräfte bei.